12.03.2011: Gruppenführerin vom THW Bensheim unterwegs nach Japan


Die Gruppenführer Verena Bommes vom THW Bensheim unterstützt die Spezialeinheit SEEBA bei den Rettungsarbeiten im Krisengebiet

Berlin,11.03.2011 - Im Auftrag der Bundesregierung entsendet das THW am morgigen Samstag ein rund 40-köpfiges Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) nach Japan. Die SEEBA-Kräfte sind Spezialisten für Rettung und Bergung in Katastrophengebieten. Unter ihnen ist auch eine Helferin vom THW Bensheim. Zusätzlich sind bereits vier THW-Experten auf dem Weg in das Schadensgebiet, um die Deutsche Botschaft in Tokio bei der Lagedarstellung und zur Erkundung weiterer Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erklärte dazu: „Die heutigen Nachrichten und Bilder aus Japan haben uns alle tief erschüttert. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen, den Verletzten und Angehörigen der vielen Todesopfer sowie allen Japanern, die so plötzlich ihr Hab und Gut und Ihr Zuhause verloren haben. Jetzt ist rasche Hilfe nötig. Deutschland hat der japanischen Regierung umgehend Unterstützung angeboten, das Technische Hilfswerk ist hierfür bestens gerüstet.“

Das THW hatte bereits heute Vormittag drei Experten in das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes entsandt. Der Krisenstab der Bundesregierung hat entschieden, ein aus vier Experten bestehendes THW-Team nach Tokyo zu entsenden. Einer dieser Experten ist der Referatsleiter Einsatz des Landesverbandes HERPSL und Fachberater des THW Bensheim, Ulf Langemeier. Das Team ist bereits seit Samstag Morgen in Tokyo und unterstützt die Arbeit der Botschaft sowie prüft Einsatzoptionen für das THW in Japan. Am Samstag folgten dann 40 Spezialisten der THW Einheit SEEBA. Auch die Führungskraft Verena Bommes des THW Bensheim ist Teil dieser Einheit.

Die Bergungs- und Rettungsspezialisten der SEEBA stehen innerhalb von sechs Stunden nach ihrer Alarmierung zum Abflug bereit. Ihre Ausrüstung ist in Leichtmetallkisten verpackt und kann so in herkömmlichen Verkehrsflugzeugen transportiert werden. Die SEEBA war unter anderem nach den schweren Erdbeben in Indien 2001, im Iran 2003 und in Pakistan 2005 im Einsatz. Sie wurde 2007 gemäß der internationalen Rahmenvorgaben (INSARAG-Guidelines) der Vereinten Nationen als Spezialeinheit für Erdbeben klassifiziert. Das THW verfügte damit über das erste sogenannte heavy „Urban Search and Rescue“-Team (USAR) in Deutschland.

„Wir stehen bereit, Japan im Bedarfsfall auch mit weiteren Experten und Logistik bei der Bewältigung der Erdbebenfolgen zu unterstützen,“ so der Bundesinnenminister abschließend.

Quelle: THW

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